Ein neuer Tag in Duisburg beginnt. An einem schönen Morgen im Jahr 2040 stehe ich morgens auf, trinke meinen Frühstücks-Kaffee und schaue mir die Nachrichten auf Al Jazeera an, das mittlerweile gleichgeschaltet zu ZDF und ARD gesendet wird (die ebenfalls auf arabisch, mit deutschen Untertiteln senden). Ich muss mich jedoch beeilen noch rechtzeitig das Haus [...]
Ein neuer Tag in Duisburg beginnt. An einem schönen Morgen im Jahr 2040 stehe ich morgens auf, trinke meinen Frühstücks-Kaffee und schaue mir die Nachrichten auf Al Jazeera an, das mittlerweile gleichgeschaltet zu ZDF und ARD gesendet wird (die ebenfalls auf arabisch, mit deutschen Untertiteln senden). Ich muss mich jedoch beeilen noch rechtzeitig das Haus zu verlassen, um meine Kinder noch pünktlich in der Koranschule absetzen zu können.
Die Stockhiebe nach meiner letzten Verspätung haben mir gereicht. Auf dem Weg dahin passiere ich die letzte katholische Kirche die in Duisburg noch existiert. Jedoch finden hier schon seit zehn Jahren keine Gottesdienste mehr statt und ich habe gehört, dass man hier bald einen MacDöner einrichten will.
Zeit darüber nachzudenken habe ich nicht, der Ruf des Muezzin hallt bereits über Duisburgs Dächer und Minarette und schnell halte ich rechts an, hole meinen Gebetsteppich aus dem Kofferraum und beginne mein Gebet. Warum weiß ich auch nicht, ich habe auch aufgehört darüber nachzudenken - falsche Gedanken können einem in unserem Land den Kopf kosten. Zumindest darf ich mein Gebet noch auf deutsch verrichten, ein echter Vorteil, denn ich habe in der Schule und von meinen Eltern ja auch noch ein wenig Deutsch gelernt und mein Arabisch ist nicht besonders gut. Allah sei Dank, dass wir hier in Deutschland in keinem islamistischen Land wohnen. In Dänemark und England würde ich wegen sowas schon längst von einem Baukran baumeln.
Meine Kinder können auch ein wenig deutsch, sie selber werden aber schon seit ihrer Einschulung auf Arabisch unterrichtet. Das ist immerhin mittlerweile Amtssprache. Privat sprechen die meisten Leute türkisch oder turkdeutsch.
Zwei Beamte von der Religionspolizei schlendern an mir vorbei - jetzt bloß nicht den falschen Eindruck erwecken. Ich scheine meine Sache jedoch sehr gut zu machen und ich kann nach dem Ende des Gebets unverrichteter Dinge weiterziehen.
Ich biege in die Osama-bin-Laden Straße ein und erreiche pünktlich die Koran-Schule. Mein Sohn Mustafa-Friedrich freut sich bereits, heute nehmen sie was zur Bestrafung von Schwulen und Lesben durch Steinigung durch und danach besucht die Gruppe die Hinrichtung einer Frau, die vor einem Monat in einem Park vergewaltigt wurde. “Die deutsche Hure hat es nicht besser verdient”, höre ich meinen Sohn auf dem Rücksitz sagen.
Irgendwie läuft mein ganzes Leben wie ein Film vor mir ab. Irgendwas ist falsch, aber ich sagte es bereits; besser nicht drüber nachdenken. Ich bin so in Gedanken vertieft, dass ich mit meinem rechten Kotflügel beinahe das Mohammed Atta-Denkmal mitnehme, grade noch mal Glück gehabt…
Am Straßenrand herrscht in den Callshops, Internetcafes und Teestuben ein reges Treiben; die Verkehrsdichte nimmt zu und ich komme nur schlecht weiter. Ich habe mal von jemandem gehört, dass die Ampeln früher mal funktioniert haben und es sowas wie eine “Vorfahrtsregelung” gegeben haben soll. Vielleicht sollte Bürgermeister Mohammed El-Khadir mal darüber nachdenken sowas wieder einzuführen. Auch die Schlaglöcher und ewigen Baustellen machen das ganze nicht viel besser. Ich hoffe ich komme noch pünktlich zur Arbeit.
Grade noch rechtzeitig biege ich auf den Betriebsparkplatz der “Halal Kontore” im Duisburger Innenhafen ein. Ich muss die Scheiben hochdrehen um zu verhindern, dass mir die hier zahlreich vorhandenen Fliegen in den Innenraum fliegen. Ich arbeite hier in der Schlachterei. Die Arbeit ist an sich ganz einfach - ich treibe das Schlachtgut in die Schlachthalle, dort spanne ich das Tier in eine Art Kran ein.
Wenn dieser das Schlachtgut dann an den Beinen in die Höhe gezogen hat, schneidet mein Kollege Kevin Yilmaz ihm die Kehle durch. Nun kann es lebendig ausbluten und danach weiterverarbeitet werden. Ich frage mich wirklich, warum das so laufen muss. Man könnte die armen Viecher doch vorher auch betäuben oder zumindest dafür sorgen, dass die Tiere etwas schneller ins Jenseits befördert werden. Aber Allahs Wege sind unergründlich, und ich muss ja auch nicht alles verstehen.
Warum mein Freund Werner schon seit Wochen nicht mehr auf der Arbeit aufgetaucht ist, weiß ich auch nicht. Manche behaupten, Werner sei ein Christ gewesen und dürfe deshalb nicht mehr hier arbeiten. Ich weiß davon nichts, ich weiß nicht mal genau, was ein Christ so macht. Rinder schlachten zumindest nicht.
Zuhause erreiche ich Werner auch nicht mehr….
Nun ja, wer zu viel denkt, kann nicht genug schächten! Also wieder frisch ans Werk. Eine 12 Stunden-Schicht macht sich nicht von alleine. Allah sei Dank hat der Muslimische Gewerkschaftsbund mittlerweile die 70 Stunden Woche eingeführt. Damit komme ich viel besser klar als mit den alten Schichten. Das war stellenweise wirklich ein wenig hart. Ich habe so auch mehr Zeit für meine Frau. Ja ich habe nur eine Frau, für mehr fehlt in meiner Wohnung der Platz. Unser Schichtleiter hat acht Frauen! Der kanns sich leisten, aber die meisten sind ja auch unter 14 Jahre alt, die brauchen ja auch nicht soviel Platz und essen nicht so viel. Da fällt mir ein, dass sie ja auch bald Geburtstag hat - normalerweise feiern wir sowas nicht, aber ich denke, ich mache ihr mit einer neuen Burka eine Freude. Celik & Ayatolla im City-Center sollen schicke neue Modelle aus dem Iran in maus- oder staubgrau im Angebot haben.
Auf dem Rückweg von der Arbeit bin ich im Begriff die Murat Kurnaz-Brücke zu überqueren, als ich vor einer Straßensperre halt machen muss. Eine Gruppe Demonstranten hat sich auf der Brücke und der anderen Rheinseite versammelt. Ein Mann mit einem dichtem schwarzen Bart und einer Hornbrille erzählt mir, dass eine kanadische Zeitung den Islam als archaische und gewalttätige Religion bezeichnet hat. Eine Unverschämtheit denke ich mir. Völlig gerechtfertigt zündet der Mann eine kanadische Fahne und ruft: “Islam bedeutet Frieden! Köpft alle die den Islam beleidigen!”. Ich steige aus dem Auto aus und begebe mich auf die Brücke, um mir die Sache genauer anzusehen. Einzelne Männer feuern mit Ihren G36 Gewehren einige Salven in die Luft, einige andere tragen brennende Puppen und viele andere Plakate mit Sprüchen. Es herrscht eine gute Stimmung. Eine Gruppe Schulkinder zieht an mir vorbei. Sie tragen selbstgebastelte Sprengstoffgürtel und Banner mit aufgemalten flammenden Schwertern. Der Junge an der Spitze der Gruppe lächelt mich an “Papi, ich bins!” ruft er…
Ich wache schweißgebadet auf. Ich habe alles nur geträumt - Gott sei Dank. Der Wecker zeigt sechs Uhr in der Früh und wir schreiben das Jahr 2008. Ich muss sowieso aufstehen. Ich gehe ins Bad, mache mich frisch und koche mir einen Kaffee. Meine Frau weckt die Kinder. Puh! Was war das für ein schrecklicher Traum.
Beim Frühstück erzählt mir mein Sohn, dass wir uns heute beeilen müssen. Seine Klasse trifft sich vor der Ersten Stunde in der DITIB-Zentralmoschee. Dort wird den Kindern ein Imam etwas über den Koran erzählen. “Hattest Du Religion nicht abgewählt?” frage ich meinen Sohn. “Ja sicher, Papa” sagt er “aber wir machen das doch im Politik-Unterricht”. Ich würge meinen Kaffee herunter und ziehe mich an.
An der Tür schellt es. Mein Sohn teilt mir mit, dass er seinen Klassenkameraden Achmed, Özkan, Murat und Huesseyin versprochen hat, dass ich sie mit dem Auto mitnehme. Ich sprinte nach unten, um den Wagen aus der Garage zu holen. Ich bin so in Eile, dass ich beinahe von einem tiefergelegten Golf 3 umgefahren werde, der mit 100 Stundenkilometern und laut dröhnender orientalischer Musik an mir vorbeirast. “Pass doch auf!” rufe ich. Der Wagen kommt mit quietschenden Reifen zum stehen und zwei südländisch wirkende Männer steigen aus. “Was Du gesagt deutsche Arsch? Isch mach disch platt!”. Ich entschuldige mich eindringlich für mein unhöfliches Hinterherrufen und die beiden verzichten darauf, mich zu bestrafen. Da habe ich nochmal Glück gehabt - diese Südländer und ihr Temperament, da muss man auch mal drei grade sein lassen.
Ich hole den Wagen und Friedrich, Achmed, Özkan, Murat und Huessyin steigen ein. Vorbei an Callshops, Internetcafes und Dönerläden fahren wir in Richtung Moschee.
Die Ampeln funktionieren - gut, dass in Duisburg noch alles beim Alten ist.
(Gastbeitrag von Luetzow)
Source: Politically Incorrect |