Kriegsversehrte sind leider kein Phänomen längst vergangener Tage: In Israel leiden 82.000 Menschen, die ihrem Land dienten - Juden, Christen, Beduinen und zum Teil auch Drusen - unter bleibenden Verletzungen und Behinderungen, die sie im Aktivdienst getroffen haben. Gestern Abend war PI im schweizerischen Kriens vor Ort auf einer Veranstaltung der “Chabad Luzern” in Zusammenarbeit [...]
Kriegsversehrte sind leider kein Phänomen längst vergangener Tage: In Israel leiden 82.000 Menschen, die ihrem Land dienten - Juden, Christen, Beduinen und zum Teil auch Drusen - unter bleibenden Verletzungen und Behinderungen, die sie im Aktivdienst getroffen haben. Gestern Abend war PI im schweizerischen Kriens vor Ort auf einer Veranstaltung der “Chabad Luzern” in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Schweiz-Israel zur Vorstellung der Rehabilitationsprojekte.
Einer der verwundeten Soldaten hat kurz bevor er selber schwer verletzt wurde, fast seine gesamte Familie verloren. Dennoch wollen diese Menschen nicht aufgeben. Sie wollen ihre Geschichten erzählen - obwohl es schwer fällt - sie überwinden und ins Leben zurückfinden.
Betroffene berichten von ihrem Schicksal. Leutnant R. K. aus Haifa ist 24 Jahre alt. Er war IDF-Panzerkommandant und wurde im Libanonkrieg 2006 eingesetzt. Etwa zwei Wochen nach der Entführung von Regev und Goldwasser wurde seine Einheit am 10. August getroffen. Dabei erlitt der Offizier schwere Verbrennungen im Gesicht und an einem Auge. Außerdem hätte er beinahe beide Beine verloren. Er lag sieben Tage lang bewusstlos auf der Intensivstation. Heute sind, dank guter ärztlicher Versorgung, die Narben kaum noch zu sehen und er kann wieder normal gehen. Er beginnt jetzt ein neues Leben mit einem Ingenieur-Studium.
Ein weiterer Veteran erzählt, er sei vor einem Jahr verwundet worden, als er, nach dem Einschlag einer Kassamrakete in Sderot, ein Haus voller Terroristen untersuchen sollte. Das Feuergefecht zwischen der IDF-Truppe und den Terroristen dauerte fünf Minuten. Als er dachte, es sei alles vorbei und nach einem verwundeten Kameraden sehen wollte, wurde er selber angeschossen. Zwei Kugeln trafen ihn in den Rücken, eine in den Arm und eine in die Brust. Den rechten Arm kann er bis heute nicht mehr spüren. Der ehemalige Rechtshänder lernt jetzt, links zu schreiben und studiert Wirtschaft. Zur wundersamen Tatsache, dass er den Angriff überhaupt überlebte, meint er:
“An diesem Tag mochte mich wohl irgend jemand da oben ganz besonders.”
Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, wo die Krankenhäuser so gut und Menschenleben so wertvoll sind, dass man so etwas überhaupt überleben kann. Israels Armee schätzt das Leben ihrer Soldaten, besonders auch das derer, die ihre Gesundheit für ihr Land hingegeben haben. Daher investiert der Staat viel Geld in die Rehabilitation. Gut tun auch Auslandsreisen, die oft von privaten finanziert und ermöglicht werden.
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