5.6. / 8.6. / 14.6.2006
Seit einem schweren Verkehrsunfall hat der Mann aus Wila im Schweizer Kanton Zürich "intensiv die Bibel studiert", schreibt das Oltner Tagblatt (27.5.2006). "Ich will meine Kinder nach alttestamentarischen Vorstellungen erziehen", so der 40-Jährige im Bekanntenkreis. Nach dem Motto "Frauen seien den Männern untertan" [Anmerkung: steht auch im Neuen Testament; Epheser 5, 22 und drei weitere Stellen] "habe der Vater seine Kinder [die Töchter Salomé (8) und Gabriela (5)] mit Brutalität erzogen und immer wieder hart bestraft", z. B. durch Schläge, Schleifen durch die Wohnung, stundenlanges Stehen und Essensentzug ... "Zudem hätten beide Töchter kaum das Haus verlassen dürfen und fast kein Spielzeug besessen." Am 9.5. starb nun die Tochter Gabriela an einer Gehirnblutung, aller Wahrscheinlichkeit nach unmittelbar nach einer schweren "Züchtigung" durch den Vater. Im Alten Testament, das dieser in seiner Erziehung verwirklichen wollte, heißt es z. B.: "Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben." (2. Mose 21, 17) Oder: "Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn [oder eine Tochter] hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen ... So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun ..." (5. Mose 21, 18-21). Oder: "Lass nicht ab, den Knaben [das Mädchen] zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute schlägst, so wird er sein Leben behalten; du schlägst ihn mit der Rute, aber du errettest ihn vom Tode" (Sprüche 23, 13). Für das Kind gilt demgegenüber schlicht und einfach: "Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat" (Sprüche 23, 22). Nach der Lehre der beiden Großkirchen ist sowohl das Neue als auch das Alte Testament "reines" "Wort Gottes" Trotz wiederholter Kritik und vieler Anfragen weigern sich die beiden Großkirchen bis jetzt massiv, Stellen wie die hier genannten davon auszunehmen, "reines Gotteswort" zu sein. Damit leisten sie mutmaßlichen Verbrechen wie dem in Wila/Schweiz Vorschub.
Der Bibelanhänger aus dem Kanton Zürich soll sich zuletzt sogar mit Jesus identifiziert haben. Dass Jesus keine Kinder schlug und auch solche Anweisungen weder gab noch bestätigte, hinderte den Vater aber nicht daran, die "alttestamentliche" Erziehung beizubehalten. Der Polizei gegenüber sagte er aus, seine Tochter sei die Treppe hinunter gefallen, was aber nicht mit der Art ihrer tödlichen Verletzungen übereinstimmt. |