In Berlin wird für den 27. September 2008, wie fast jedes Jahr seit 1996, zu einer Al Quds-Demonstration mobilisiert. Die Zielsetzung ist dabei klar: Zerstörung des zionistischen Staates. Dabei legen die Organisatoren besonderen Wert auf die Instrumentalisierung des Israel-Palästina-Konfliktes, um die antiisraelische, antisemitistische und antiamerikanische Ausrichtung zu kaschieren. Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, erklärt:
Die muslimischen Verbände sollten sich gegen die antisemitische und antiisraelische Demonstration zum sogenannten Al Quds Tag am Wochenende wenden. Die Demonstration wird von der Quds-AG der islamischen Gemeinden der Schiiten in Deutschland veranstaltet.
Wir haben letzte Woche in Köln unsere Solidarität mit den Rechten der Muslima und Muslime in Deutschland zum Ausdruck gebracht. Jetzt ist die Solidarität und der demokratische Standpunkt der muslmischen Organisationen gefordert.
Mit den demokratischen Gegendemonstranten sollten die muslimischen Verbände sich gegen
- die Delegitimierung des Staates Israels
- antisemitische, antiisraelische und antiamerikanische Hetze
- gegen jegliche Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime
- Diskriminierungen und Kriminalisierungen von muslimischen Menschen
und anderen MigrantInnen
- die Verwendung von Religionen zur Mobilisierung, als Rechtfertigung und zur
Ausübung von Gewalt und Krieg
- jede Art des Fundamentalismus
- jeden Versuch den Holocaust zu leugnen oder zu relativieren
wenden.
Sie sollten klar machen:
Wer die Vernichtung Israels fordert, kann nicht für Frieden eintreten!
Quelle: http://www.volkerbeck.de/ |