In Pakistan starb ein 7-jaehriger Koranschüler an den Folgen seiner Bestrafung durch einen Mullah. Sein Lehrer hängte ihn mit dem Kopf an einen eingeschalteten Deckenventilator der Koranschule. Der Grund dieser Bestrafung: der Junge konnte Koranverse für seinen Lehrer nicht befriedigend rezitieren.
Der gesundheitliche Zustand des Jungen war nach dieser, von Nächstenliebe gezeichneten Bestrafung deart schlecht, dass er noch im Klassenzimmer verstarb. Maulvi Ziauddin, der rechtgeleitete, fromme Lehrer wurde (vorläufig) von der Polizei festgenommen.
Laut BBC sind Kindesmißhandlungen durch fromme Prediger der Friedensreligion, insbesondere in Pakistan, an der Tagesordnung.
Die Eltern wurden über den Vorfall nicht informiert. Der Vetter des Jungen der im gleichen "Internat" untergebracht war und sich sorgte, weil Atif am Abend nicht aufzufinden und auch am Morgen darauf noch verschwunden war, verständigte die Polizei und die Eltern, die einen Tag später Atif tot im Klassenzimmer vorfanden. Der Mullah, der geflüchtet war, wurde kurz darauf in einem nahegelegenem Dorf gefunden und verhaftet.
Die Polizei scheint routiniert - und wird, nachdem der Autopsiebericht vorliegt, eine "Routine-Klage" beantragen.
In einem im Januar veröffentlichen Bericht der Menschenrechtsorganisation LHRLA, stellen die Herausgeber fest, dass die Fälle des Kindesmißbrauches, Gewalttätigkeiten und Entführung deutlich zunehmen. Die Zahl der (bekannt gewordenen) Opfer habe sich im Vergleich zum Vorjahr (617 Fälle) um mehr als das Doppelte (1.595 Fälle) gesteigert.
Quelle: http://news.bbc.co.uk/ |