Zeugen gab es genügend, als am Mittwochnachmittag gegen 16:40 Uhr am Berliner Platz ein 21-Jähriger auf eine junge Frau einschlug. Zur Hilfe eilte der Gepeinigten aber niemand.
Im Gegenteil: Als Beamte der Bundespolizei eingriffen und den vermeintlichen Tatverdächtigen ausmachten, sahen sie sich mit einer Gruppe von rund 25 offenbar an dem Geschehen beteiligten Personen konfrontiert. Aus der Gruppe heraus kam mehrfach der barsche Hinweis, dass die Polizei hier nichts zu suchen habe, da es sich bei der Auseinandersetzung um eine Privatangelegenheit handeln würde.
Schläger widersetzte sich gewaltsam
Das sahen die Einsatzkräfte natürlich anders. Sie suchten nach der verprügelten Frau, die sie zunächst nicht entdeckten. Mit dem Tatvorwurf konfrontiert, bedachte der mutmaßliche Schläger die Beamten massiv mit beleidigenden Worten. Nach mehrfachen Aufforderungen sich auszuweisen, versuchte der Verdächtige zu flüchten, konnte aber von den Polizisten gestellt werden. Dabei leistete er aktiv Widerstand. Mit Hilfe weiterer Polizeikräfte konnte er schließlich in die Dienststelle der Bundespolizei am Bahnhof gebracht werden.
Streit um Zwangsheirat?
Das 23-jährige Gewaltopfer wurde kurze Zeit später auf dem Bahnhofsvorplatz angetroffen. Wie die Polizei auf Anfrage von echo-muenster erklärte, trug die Freu leichte Verletzungen davon. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich bei ihr um die Tochter aus einer arabischen Familie, die gegen ihren Willen zwangsverheiratet werden soll. Dem Vernehmen nach hat sie sich aus diesem Grund mit ihrer Familie überworfen. Die Untersuchungen in dieser Angelegenheit dauern an.
Quelle: http://www.echo-muenster.de
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