Was die deutsche Bischofskonferenz bis heute verschweigt.
Geburtagsglückwünsche:
Kardinal Adolf Bertram an Adolf Hitler, 1940
Hochgebietender Herr Reichskanzler und Führer!
Der Rückblick auf die unvergleichlich großen Erfolge und Ereignisse der letzten Jahre und der tiefe Ernst der über uns gekommenen Kriegszeit gibt mir als Vorsitzendem der Fuldaer Bischofskonferenz besonderen Anlaß, namens der Oberhirten aller Diözesen Deutschlands Ihnen zum Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche darzubringen. Es geschieht das im Verein mit den heißen Gebeten, die die Katholiken Deutschlands am 20.April an den Altären für Volk, Heer und Vaterland, für Staat und Führer zum Himmel senden. Es geschieht in dem tiefen Bewußtsein der ebenso vaterländischen wie religiösen Pflicht der Treue zum jetzigen Staate und seiner regierenden Obrigkeit im Vollsinne des göttlichen Gebotes, das der Heiland selbst und in seinem Namen der Völkerapostel verkündet hat…
In ehrerbietigstem
Gehorsam
Gez..:
Cardinal Adolf Bertram, Erzbischof von Breslau (10-04-1940)
Geburtagsglückwünsche:
Kardinal Adolf Bertram an Adolf Hitler, 1943
Hochgebietender Herr Führer und Reichskanzler!
Der wiederum in entscheidungsvolle Kriegzeit fal-lende Geburtstag gibt mir als Senior des deutschen Episkopats erneut Anlaß, Ihnen herzlichen Glück-und Segenswunsch darzu-bringen im gemeinsamen Bewußtsein der Volksverbundenheit.
Ihre Sorgen sind unsere Sorgen und sind Sorgen des ganzen katholischen Deutschland. Die Tiefe unserer Sorgen kann nur der ermessen, der das Unheil ahnt, das dem Vaterlande vom Bolschewismus droht, und der die Tiefe des Gegensatzes kennt, der zwi-schen Bolschewismus und katholischer Religion besteht. Daher die unvergleichlich ernsten Ausblicke der deutschen Bischöfe, denen die Hut des christlichen Glaubens und der religiösen Bildung der deutschen Katholiken anvertraut ist. Wird doch in der amtlichen statistischen Angabe des Reichskirchenministeriums die Zahl der Katholiken im Altreich mit den zu Großdeutschland gekommenen Gebieten auf 48 Millionen geschätzt.
Die Tiefe dieser unserer Sorgen wird es rechtfertigen, wenn ich an das Staatsoberhaupt erneut die ebenso ehrerbietige wie dringende Bitte richte, inmitten aller im Führer-hauptquartier zusammenkommenden Aufgaben doch die Augen nicht zu verschließen vor den im Inneren Großdeutschlands von maßgebenden Stellen der Partei und des Staates unterstützten Bestrebungen, das heilige Band zu zersetzen, das in der katholischen Kirche Hirten und Herde verbindet, zum Austritt aus der Kirche aufzufordern und die Ju-gend von zartester Kindheit an bis zum Mannesalter dem liebevollen Einflusse ihrer geistigen Mutter, der Kirche, zu entziehen. Es sind das Beobachtungen, die in den 36 Jahren meiner bischöflichen Amtsführung noch nie so eindringlich an mich herangetreten sind wie in den letzten Jahren. Der Größe und Schwere unse-rer Verantwortung ent-springt die Eindringlich-keit des Verlangens nach wirksamer Abhilfe.
Gott schütze Volk und
Vaterland, Führer und Staat!
In ehrfurchtsvoller Ergebenheit
A.Card. Bertram
(10-04-1943)
Geburtagsglückwünsche:
Kardinal Adolf Bertram an Adolf Hitler, 1944
Hochgebietender Herr Führer und Reichskanzler!
Die gütige Aufnahme, die meine Schreiben zu Ihrem Geburtstage wiederholt gefunden haben, legt mir nahe, gerade in diesem Jahre beim Herannahen großer Entscheidungen jenem Verlangen Ausdruck zu geben, das die deutschen Katholiken unablässig zum Altare tragen: dem großen Anliegen, daß es Ihnen beschert sein möge, zu einem ebenso segensreichen wie siegreichen Frieden das deutsche Volk zu führen. Nur ein Echo unserer Gebete kann der Glückwunsch sein, den mir als Senior des deutschen Episkopates dem Reichsoberhaupte darzubringen gestattet sein möge.
Um so inniger und lebensvoller wird die Volks-gemeinschaft der Katholiken unserer Diözesen sein, je begründeter unsere Überzeugung wird, daß mit den politischen und wirtschaftlichen Belangen auch unsere höchsten ide-alen Güter , die von äußeren und inneren Feinden bedroht sind, in sicherer Hut sind.
Je treuer zu Christus
und seiner Kirche, desto opferwiIliger für Volk
und Vaterland.
Wiederum darf ich bitten um Würdigung des katholischen Glaubenslebens, das dem Charakter stärksten Halt gibt, - um Verständnis für die offenkun-dige und stille Arbeit der Seelsorge, die im Herzen des Volkes den Gehorsam gegen die gottgesetzten Obrigkeiten in Staat und Kirche nährt als Schutzwall gegen schleichende kommunistische und bolschewistische Anschauungen, - um Bewegungsfrei-heit für unser Streben, die Jugend zum Adel religiöser Treue und tapferer Arbeitsamkeit zu führen, - um Schutz für die lebenswichtigen kirchlichen Einrichtungen und in allem um Anerkennung der Geradheit und Integrität unserer Absichten.
In tiefster Verehrung verbleibe ehrerbietig gehorsamst
A. Card. Bertram (10-04-1944)
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