Paul Schäfer, Kinderschänder, Gründer und "Führer" der Sekte COLONIA DIGNIDAD, geduldet von den damaligen Machthabern in Chile und einigen deutschen CDU/ CSU - Politikern, konnte seinen perversen Neigungen über 30 Jahre in aller Ruhe nachgehen
Grobes Versagen der Evangelischen Kirche hilft dem Kinderschänder
Der Sektenchef und Kinderschänder Paul Schäfer hatte sich nach den sexuellen Missbräuchen an behinderten Kindern in Bethel von der evangelischen Kirche abgespaltet.
Schäfer floh mit seinen "Anhängern" erst Jahre später nach Chile. Dort baute er nach dem Militärputsch 1973 die "Kolonie der Würde" auch "Dignidad" genannt auf.
Aus der "Würde" wurde eine geheime Folteranlage deutscher Staatsbürger und des chilenischen Geheimdienstes. Schäfer konnte über Jahrzehnte seinen perversen Neigungen mit Wissen der Kirchen, Politiker, Parteien usw. nachgehen. Die zahlreichen Hilferufe von geschundenen Opfern nützten wenig.
Quelle: die Welt vom 12.03. 2005 - Auszug
(Der Verdacht ist nicht neu. Bereits 1947 - nach einem Intermezzo als Schausteller - wird der ehemalige Wehrmachtsgefreite Schäfer vom Diakoniewerk Bethel wegen homosexueller Beziehungen zu seinen minderjährigen Schützlingen fristlos entlassen. Auch spätere Posten als Jugendpfleger der Evangelischen Landeskirche in Gartow und als Erzieher in einem Fürsorgeheim für schwer erziehbare Jungen in Heidenheim verliert er wegen sexueller Übergriffe auf seine Schutzbefohlenen.
Hätte die Evangelische Kirche Paul Schäfer bereits in Bethel, einer bekannten Behinderteneinrichtung, nicht nur einfach wegen sexuellen Missbrauch von Kindern entlassen, sondern die Vorgänge gleich der zuständigen Staatsanwaltschaft gemeldet, wäre Schäfer verurteilt und hinter Gittern, sein Flucht nach Chile erst gar nicht möglich geworden.
Somit trägt die damalige Leitung von Bethel und die Evangelische Landeskirche durch Unterlassung eine erhebliche Mitschuld an weiteren Verbrechen die dieser Triebtäter verüben konnte.
Laut der Zeitschrift ("Der Spiegel) pflegten auch einige CSU-Politiker gute Kontakte zu "Colonia Dignidad". An einigen Wänden des "Folterlagers" hingen Bilder des ehem. bayer. Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß. In einer Anhörung des Bundstages wurde mit allen Mitteln Fragen zur Rolle der CSU und der ihr nahe stehenden Hans Seidl-Stiftung verhindert.
Ministerpräsident Edmund Stoiber (engster Mitarbeiter von Strauß), könnte sicher auch etwas zur Aufklärung beitragen. Aber auch einige CDU-Politiker lobten das "Folterlager- Dignidad" in höchsten Tönen. Wer als christlicher Politiker einen Kinderschänder und solche Lager bewundert, muss sich nicht wundern, wenn die Wähler in Scharen Zuhause bleiben.
Auch von den beiden großen Kirchen hätte ein Aufschrei durch die Welt gehen müssen. Da werden von der kath. Kirche große Proteste gegen einen Frauenarzt aus Memmingen organisiert der armen Frauen helfen wollte, kein organisierter Protest aber gegen den deutschen Kinderschänder. Hier wird wieder einmal die verlogene Moral der Kirchen ganz deutlich.
Heute hüllen sich diese Herrschaften in Schweigen und wollen plötzlich von den Dingen nichts gewusst haben. (Dies hatten wir doch schon mal alles ..... 1945)
Hilferufe von gepeinigten Opfern halfen nichts. Auch kein Ruhmesblatt für die deutsche Außenpolitik. Es wurde geschwiegen, vertuscht und verdrängt. Dieser Skandal hätte einen Untersuchungsausschuss verdient, der könnte jedoch nicht in Deutschland durchgeführt werden, da alle Außenminister, von Genscher, Kinkel bis zu Joschka Fischer und die CSU sehr unangenehme Fragen beantworten müssten.
Es ist zu hoffen, dass dieser Fall vor einem internationalen Gremium behandelt wird. Zu viele Politiker, Kirchen, Militärs und Geheimdienste wussten was dort Menschen an Folter, sexueller Gewalt und Unterdrückung erleben mussten. Einige überlebten das Lager nicht und sind spurlos verschwunden. Viele deutsche Politiker schweigen bis heute dazu und fürchten, dass noch mehr Verstrickungen bekannt werden.
Kölner Stadt-Anzeiger
Mediziner beschuldigt Paul Schäfer ..........
Santiago de Chile (dpa) - Der chilenische Arzt Luis Peebles ist nach eigenen Angaben von dem früheren Chef der berüchtigten Deutschen-Siedlung "Colonia Dignidad", Paul Schäfer, gefoltert worden. Nach einer von dem Richter Joaquín Billard angeordneten Gegenüberstellung mit dem 83-jährigen Deutschen sagte Peebles am Dienstag, Schäfer habe damals in der hermetisch von der Außenwelt abgeschirmten Enklave im Süden des Landes "alles unter seiner Kontrolle" gehabt. Schäfer soll vor einer möglichen Anklage medizinischen und psychologischen Tests zur Feststellung seiner Verhandlungsfähigkeit unterzogen werden.
Der Arzt berichtete, er selbst und andere Opfer seien 1975 mit Elektroschocks gequält, in enge Kisten gepfercht, mit kaltem Wasser begossen und ohne Nahrung gelassen worden. Peebles äußerte sich auch zu seinen Eindrücken vom Zustand Schäfers. Der Deutsche sei bei "klarem Verstand und aufmerksam" gewesen und habe "den Unwissenden nur gespielt", sagte der Arzt der Zeitung "La Tercera". Immerhin habe Schäfer zugegeben, dass die Streitkräfte in der Anlage "Manöver" abgehalten
Nach fast zehn Jahren konnte der Chef der Colonia Dignidad gefasst werden
Colonia Dignidad: Hinrichtungsort entdeckt
http://www.netzeitung.de/ausland/367299.html
Chilenische Behörden haben auf dem Gelände der umstrittenen deutschen Sekte unter der Leitung des Kinderschänders Paul Schäfer ein Massengrab entdeckt. Zwischen 10 und 12 Menschen wurden auf dem Grundstück getötet und dann verscharrt. Bis zu 70 Personen die sich auf dem Gelände befanden, gelten als spurlos verschwunden.
Ärztin der Colonia Dignidad folterte Kinder
http://www.netzeitung.de/spezial/zeitgeschichte/374812.html
Anklage wegen Kindesmisshandlung in Sektensiedlung
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,392614,00.html
Es gab schon lange den Verdacht, dass sich der Sektengründer Paul Schäfer nicht nur an Kinder verging, sondern auch mit der Geheimpolizei unter dem Diktator Pinochet kooperierte. Gegner der Militärdiktatur wurden gefoltert und verschwanden, einige landeten bei Colonia Dignidad. Es wird befürchtet, dass noch weitere Massengräber auf dem Gelände gefunden werden. Erst kürzlich wurden auf dem Gelände erhebliche Mengen an Waffen und Granaten in Verstecken aufgespürt.
Der Skandal wird für einige CDU/CSU Politiker wie dem ehemaligen Siegburger Bürgermeister und CDU-Bundestagsabgeordneten Adolf Herkenrath immer peinlicher. Sie verteidigten das "Lager Colonia Dignidad" und Paul Schäfer bis zuletzt. In Anhörungen des Bundestages wurden kritische Fragen zur Rolle von CDU/CSU Abgeordneten stets unterbunden. Auch die Verbindungen der Konrad Adenauer Stiftung (CDU) und der Hans Seidel Stiftung (CSU) zu der Sekte ist bis heute nicht aufgeklärt. Wie viele Massengräber und Waffen müssen noch gefunden werden, bis der versprochene Untersuchungsausschuss im Bundestag hierzu endlich tätig wird.
Was ist aus den großen "Ankündigungen" der SPD und den Grünen geworden, die Verflechtungen der Sekte mit deutschen Politikern lückenlos aufzuklären? In einer großen Koalition will man davon jetzt wohl nichts mehr wissen. Satte Posten in der Regierung scheinen wichtiger zu sein, als die Bürger umfassend zu unterrichten.
Der Sektenchef, Kinderschänder und Folterer von "Colonia Dignidad" Paul Schäfer ist nach Jahren auf der Flucht, endlich gefasst! Er wurde mittlerweile von Argentinien nach Chile ausgeliefert. Auf ihn wartet nun der längst fällige Prozess.
Ist die berühmte Behinderteneinrichtung der evangelischen Kirche "Bethel" und die Landeskirche in Gartow mitschuldig, da sie den Kinderschänder nicht schon damals bei der Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauch an Kindern anzeigte?
Was möglich ist, wenn man einen solchen Triebtäter weiterhin mit Wissen der evangelischen Kirche gewähren lässt, zeigt das Schicksal unzähliger Opfer.
Quelle:
Blick nach Rechts
Ausgabe 09/2007
Buchhalter des Schreckens
Führungskopf der Foltersekte Colonia Dignidad in Deutschland aufgespürt – Kontakte bestehen zu rechtsklerikalen Fundamentalisten.
Der von der chilenischen Justiz mit internationalem Haftbefehl gesuchte Buchhalter der Colonia Dignidad („Kolonie der Würde“), Albert Schreiber (Jg. 1931), wurde von einem ARD-Team in Krefeld entdeckt. Schreiber war einer der engsten Gefolgsleute des Gründers und pädophilen Sektenführers der Colonia Dignidad, Paul Schäfer (Jg. 1921). Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt gegen Schreiber wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch, die Staatsanwaltschaft Memmingen wegen versuchten Mordes. Die von Chile geforderte Auslieferung ist nach dem Grundgesetz nicht möglich.
Das 1961 gegründete deutsche Sektenlager in der Nähe der südchilenischen Stadt Parral, in dem zeitweilig bis zu 500 Auswanderer lebten, war in Folter, Massenmorde, Waffenschmuggel und die Produktion von B- und C-Waffen verwickelt. 13 000 Hektar umfasst das Anwesen und ist damit dreimal so groß wie das Bundesland Bremen. Die Colonia Dignidad, die sich heute „Villa Baviera“ nennt, wurde von verschiedenen staatlichen Stellen in Chile einerseits unterstützt und andererseits ignoriert. So konnte aus ihr quasi ein eigener Staat entstehen. In bundesdeutschen rechten Kreisen gab es viel Sympathie für die Colonia Dignidad – galt diese doch lange als Idylle, wo nicht „68“ die alten Werte zerbröseln ließ.
Im „Casino Familiar“ hing ein Porträt von CSU-Chef Franz Josef Strauß mit persönlicher Widmung.
Schreiber war Strohmann der Firma Abratec, mit der Sektenchef Schäfer die juristische Auflösung der Colonia Dignidad 1991 unterlief. In der Colonia Dignidad hatte Schreiber mehrere Aufgaben. So dolmetschte er zwischen dem früheren Chef des chilenischen Geheimdienstes DINA, Manuel Contreras, und der Sektenführung. Bei den Besuchen des chilenischen Diktators Augusto Pinochet in der Colonia Dignidad war er einer der Chauffeure und Dolmetscher.
Pinochet ließ während seiner 17-jährigen Regentschaft 3.000 Menschen umbringen, unter anderem in der Colonia Dignidad.
Enge Kontakte hatte Schreiber zu Edgardo Bathich, dem chilenischen Vertreter des internationalen Waffen- und Drogenhändlers Monzer Al-Kassar. Daneben pflegte Schreiber Geschäftsbeziehungen mit Pinochets Sohn Marco Antonio. Schreiber war auch Empfänger eines Koffers mit Laborartikeln, mit denen die
DINA das Giftgas Sarin herstellte. Der Absender war Michael Townley, der 1996 den ehemaligen chilenischen Außenminister Orlando Letelier in Washington durch eine Bombe tötete.
Ein Jahr nach Pinochets Abgang wurde der Colonia Dignidad die Gemeinnützigkeit aberkannt, aber erst 1997 musste der fanatische Antikommunist Schäfer untertauchen. Ein Jahr zuvor setzte sich Schreiber von der Colonia Dignidad ab, da er wegen der Verweigerung der Übergabe Minderjähriger (von Schäfer missbrauchte Jungen) und Widerstands im Visier der chilenischen Staatsanwalt war. Bei seiner Flucht soll Schreiber einen hohen Geldbetrag mitgenommen haben; seit 1986 war er für die aus der Bundesrepublik überwiesenen Rentenzahlungen an Bewohner der Colonia Dignidad zuständig.
Untergetaucht in der Bundesrepublik ist auch Hans-Jürgen Riesland. Riesland gehörte wie Schreiber zum Führungskreis der Colonia Dignidad.
In Krefeld ist Schreiber – wie auch frühere Colonia Dignidad-Bewohner/innen – regelmäßiger Besucher der gemeinnützigen „Freien Volksmission“ des fundamentalistischen Predigers Ewald Frank (Jg. 1933), der finstere Visionen vom Weltuntergang beschwört. Frank, der Schäfer seit Jahrzehnten kennt, war mehrfach selbst in der Colonia Dignidad. Von seinem Missions-Zentrum verschickt Frank Traktakte und Bücher in die ganze Welt. Er ist der Auffassung, dass das „nominelle Christentum nicht unter der Herrschaft Christi, sondern unter dem Einfluss des antichristlichen Zeitgeistes“ stehe. Dem Zeitgeist hat sich aber auch Frank untergeordnet. Seine Predigten werden live in mehreren Sprachen über seine Homepage verbreitet. Seit Jahren kann Frank immer wieder halb- oder ganzseitige Anzeigen in den „Informationen“ des rechtsklerikalen Arbeitskreises Christlicher Publizisten (ACP) verbreiten. Die „religiösen ACP-Eiferer“ („Der Spiegel“) veranstalteten am 21./22. April eine Bundestagung, für die unter anderem in der „Jungen Freiheit“ geworben wurde.
Anton Maegerle
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