Erzbischof verweist auf Erfahrungen mit dem Orden in Augsburg
Quelle: Katholische Nachrichtenagentur (KNA) vom 20.05. 1996
Bamberg/Augsburg (kna).
Der Bamberger Erzbischof Karl Braun hat einer Niederlassung des sogenannten „Pfadfinderordens Servi Jesu et Mariae" (SJM -Diener Jesu und Mariens) im Erzbistum Bamberg keine Zustimmung erteilt.
Das habe Braun in einem Brief an den Gründer und Generaloberen der Kongregation, Pater Andreas Hönisch, klargestellt, teilte die Pressestelle des Erzbistums am Sonntag in Bamberg mit. Nach gründlicher Überlegung sei er, Braun, übereinstimmend mit der Diözesanleitung zu der Auffassung gelangt, Niederlassung und Tätigkeiten der SJM „ließen sich nicht in ausgewogener Weise in die Gesamtpastoral der Erzdiözese einordnen".
Der Erzbischof verweise auf Erfahrungen in der Diözese Augsburg, in der eine Integration des Pfadfinderordens in die allgemeine Seelsorge gescheitert ist.
Braun betone in dem Schreiben, er könne SJM-Mitgliedern aufgrund der im Grundgesetz gewährleisteten Niederlassungsfreiheit nicht verwehren, auf dem Gebiet der Erzdiözese zu wohnen. Die kirchenrechtlich notwendige Erlaubnis, sich als Ordensgemeinschaft niederzulassen, werde er aber nicht geben.
Die „Diener Jesu und Mariens" besitzen vom Vatikan ein Sonderrecht, die Messe im lateinischen, vorkonziliaren Ritus lesen zu dürfen.
|